Ordnungsgenie

Stauraum-Rechner: welche Boxen ein Regalfach wirklich füllen

Alle Boxmaße stammen von den Produktseiten und Katalogen der Hersteller, Stand 25.09.2026. Keine Eigenmessung. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Ein Regalfach mit 80 × 40 × 40 cm fasst 128 Liter. Stellt man die Boxen hinein, die dafür zuerst ins Auge fallen, belegen sie oft nur die Hälfte davon — der Rest ist Luft zwischen, hinter und über den Boxen.

cm
cm
cm
–Liter Fachvolumen
–bester Füllgrad
BoxAnordnungBoxenLiter gesamtFüllgrad

Womit gerechnet wird

Je Boxgröße werden beide Ausrichtungen geprüft (Schmalseite oder Längsseite vorn). Nebeneinander = Innenbreite geteilt durch (Boxbreite + 1 cm Greifluft), abgerundet. Hintereinander = Innentiefe geteilt durch die Boxtiefe. Übereinander nur bei Boxen, die der Hersteller als stapelbar ausweist: (Innenhöhe − 2 cm) geteilt durch die Boxhöhe.

Füllgrad = Summe der Außenvolumen aller Boxen geteilt durch das Fachvolumen. Er misst, wie viel vom Fach die Boxen belegen — nicht, wie viel in die Boxen hineinpasst. „Liter gesamt“ ist das Nennvolumen laut Hersteller; bei nach unten schmaler werdenden Boxen liegt das nutzbare Innenvolumen darunter.

Alle Boxmaße sind Außenmaße laut Hersteller, mit Deckel. Die Luftmaße sind Annahmen, keine Norm.

Die Kernzahl: der Füllgrad

Der Rechner rechnet nicht mit Litern, sondern mit dem, was die Boxen im Fach tatsächlich belegen. Füllgrad = Außenvolumen aller Boxen geteilt durch das Volumen des Fachs. Er misst, wie gut die Boxen das Fach ausnutzen — unabhängig davon, was auf dem Etikett steht.

Für das Fach mit 80 × 40 × 40 cm heißt das konkret: Von 203 Boxgrößen ab 5 Liter passen 165 hinein. Die beste erreicht 86 Prozent, die schlechteste 18 Prozent, der Median liegt bei 52 Prozent. Jede zweite passende Box verschenkt also fast die Hälfte des Fachs.

Warum die Literzahl in die Irre führt

Das Nennvolumen einer Box ist das, was hineingeht — nicht das, was sie im Regal belegt. Das Verhältnis schwankt stark:

Nennvolumen je Liter Außenvolumen Wert
niedrigster Wert im Datensatz 36 %
Median über 203 Größen 67 %
höchster Wert 81 %

Wer zwei Boxen nur nach Litern vergleicht, vergleicht also Äpfel mit Umzugskartons. Stapelbare Boxen verlieren zusätzlich durch schräge Wände: Sie werden nach unten schmaler, damit sie leer ineinanderpassen. Mehr dazu im Vergleich der Aufbewahrungsboxen mit Deckel.

Womit gerechnet wird

  • Beide Ausrichtungen. Jede Box wird mit der Schmalseite und mit der Längsseite nach vorn geprüft, die bessere Variante zählt.
  • Ein Zentimeter Greifluft je Box in der Breite, damit sich jede einzelne Box herausziehen lässt.
  • Zwei Zentimeter Luft über dem obersten Stapel zum Anheben. Beides sind Annahmen, keine Norm.
  • Gestapelt wird nur, was der Hersteller als stapelbar ausweist. Bei den Sundis-Serien fehlt die Angabe je Größe, sie zählen deshalb einlagig.
  • Außenmaße mit Deckel. Wo ein Hersteller den Deckel separat verkauft, steht das im Namen der Box.

Was praktisch hilft

  1. Das Fach innen messen, an der engsten Stelle. Türanschläge, Scharniere, Bodenträger und Sockelleisten fehlen in jedem Möbeldatenblatt.
  2. Die Höhe zuerst prüfen. Sie ist der häufigste Grund, warum eine Box gar nicht erst in der Ergebnisliste auftaucht.
  3. Mit der Mindestgröße spielen. Ab 5 Liter ist voreingestellt; wer nur große Boxen will, stellt 15 oder 30 Liter ein.
  4. Unter 60 Prozent Füllgrad eine zweite Größe dazunehmen. Oft füllt eine flache Box die Lücke über zwei hohen.
  5. Unters Bett gelten andere Regeln. Dort zählt die freie Höhe bis zum tiefsten Balken — siehe Unterbettkommoden im Vergleich.

Was ich noch nicht weiß

  • Die Innenmaße aller Boxen. Für rund zwei Drittel der Größen liegen sie vor, bei Curver, Keter und Sundis fehlen sie. Ob sie am Boden oder am Rand gemessen sind, sagt nur Really Useful — bei nach unten schmaler werdenden Boxen macht das mehrere Zentimeter aus.
  • Ob die Sundis-Boxen stapelbar sind. Der Katalog führt sie unter einer Rubrik für Stapelboxen, nennt die Eigenschaft aber nicht je Größe.
  • Wie viel Last ein Stapel verträgt. Der Rechner stapelt, so hoch das Fach es zulässt. Eine Stapellast in Kilogramm nennt kein Hersteller im Datensatz.

Häufige Fragen

Wie viele Aufbewahrungsboxen passen in ein Regal?

Das hängt weniger vom Regal als von der Boxgröße ab. In ein Fach mit 80 × 40 × 40 cm passen je nach Modell eine einzige 70-Liter-Box oder zwölf 5-Liter-Boxen, und beide Lösungen können das Fach ähnlich gut ausnutzen. Entscheidend ist der Füllgrad: Die beste Box für dieses Fach belegt 86 Prozent, der Median aller passenden Größen nur 52 Prozent. Innenmaße des Fachs in den Rechner eintragen, dann zeigt er die Größen mit dem besten Füllgrad.

Warum passen weniger Liter ins Regal, als die Boxen versprechen?

Weil das Nennvolumen einer Box nicht ihr Platzbedarf ist. Über 203 Boxgrößen ab 5 Liter liegt das Nennvolumen im Median bei 67 Prozent des Außenvolumens, im ungünstigsten Fall bei 36 Prozent. Wände, Deckel, Griffmulden und schräge Seiten stapelbarer Boxen belegen Platz im Regal, ohne Inhalt aufzunehmen. Dazu kommt die Luft zwischen den Boxen, die man zum Greifen braucht.

Wie misst man ein Regalfach richtig aus?

Innen und an der engsten Stelle: Breite zwischen den Seitenwänden, Tiefe von der Rückwand bis zur Vorderkante oder Tür, Höhe vom Fachboden bis zum nächsten Boden. Türscharniere, Bodenträger und Blenden verkleinern das Fach und stehen in keinem Möbeldatenblatt. Bei Schränken mit Tür zählt die Tiefe bis zur Innenseite der geschlossenen Tür, nicht bis zur Korpuskante.

Weiterlesen

Familienalltag, wenig Zeit und zu viele Dinge: Bianca Hofmann hat erst radikal reduziert und dann feste Strukturen geschaffen – seitdem hat jedes Teil seinen festen Platz und das Aufräumen dauert nur noch Minuten. Auf ordnungsgenie.de vergleicht sie Ordnungssysteme nach Herstellerdaten.